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Katlharinen-Gemeindebrief
Katlharinen-Gemeindebrief Titel

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Aus dem Jahresbrief 2018 von MUSICA TRE FONTANE 

 

 

 

                
Berlin/Hamburg, im Advent 2018

 

 

Liebe Hörer und Freunde unserer Musik,
liebe Besucher unserer Hamburger Epiphaniaskonzerte

In Vorfreude auf den 6. Januar 2019 möchten wir erzählen, von Einigem, was wir vorbereiten.

Natürlich sind in unserem Programm Werke großer Meister nicht verzichtbar. So werden u.a. Barlasca, J.S.Bach, Purcell, Joh.Walther, Buxtehude zu hören sein.

Ein wenig vorstellen wollen wir „Neues“. 

In einem Hymnus, dessen drei Teile wir ganz unterschiedlich gestalten, stellen wir nebeneinander, wie die Heiligkeit Gottesin jüdischer, christlicher und islamischer Liturgie in gleicher Weise besungen wird.

Ein Text von Bernardin Schellenberger (* 1945) übte eine Anziehungskraft auf uns aus, obwohl zwei von uns nicht einmal wussten, was Mächte, Throne und Gewalten eigentlich bedeuten.

    Herr aller Mächte, Throne und Gewalten
    Dir gilt der Lobpreis, den die Schöpfung darbringt.
    Zu deiner Ehre singen alle Wesen, die du erschaffen.

      Vor deiner Größe neigen sich in Ehrfurcht,
      Chöre der Engel, dienen dir voll Freude
      Alle Erlösten danken dir auf ewig für deine Liebe.

        Dank sei dem Vater, heilig ist sein Name,
        und seinem Sohne, ihn hat er verherrlicht.
        Sein Geist vertreibe alle dunklen Mächte aus unserm Leben..

Vor sechs Jahren entstand eine Melodie. Später fügten wir drei Strophen zusammen zu einer Art Partita, in der die Melodie auf unterschiedliche Weise erklingt: unverziert als Mittelstimme eines 3-stimmigen Satzes, deutlicher wahrnehmbar als begleitete Melodiestimme, und in weiteren Sätzen geschmückt mit sog. Diminutionen, also in kleinere Notenwerte gehüllt.

An einem Seeufer, das viele Berliner zu Spaziergängen anlockt, ist in eine Holztafel ein Gedicht eingekerbt, dessen lieblicher Charme geradezu eine Vertonung verlangte.

    Said the Robin to the Sparrow:
    “I should really like to know
    Why these anxious human beings
    Rush about and worry so?”

      Said the Sparrow to the Robin:
      Friend, I think that it must be
      That they have no Heavenly Father
      Such as cares for you and me.”

Das große Gedicht von Schellenberger, das die sichtbare und die unsichtbare Welt, deren Bewohner und deren Schöpfer preist und das nachdenkliche, Zuversicht verbreitende federleichte Vogelgespräch von Elisabeth Cheney (1859) vermitteln beide die Überzeugung des Gehalten- und Umgebenseins alles Geschaffenen von wirksamen Kräften. 

Die Melodie von Joh. Schop (1641) zu Paul Gerhardts Lied „Sollt ich meinem Gott nicht singen?“ bekam ein japanisches Gewand. Dies wurde gefertigt nach Verzierungsideen der japanischen Komponistin Yayoi Kitazume und ist ein Dank und Gruß an die japanischen Musiker, zum Jubiläum unserer schönen Zusammenarbeit bei Konzerten in Japan und in Deutschland.

Zum bekannten irischen Lied Möge die Straße uns zusammenführen mit dem Segenswunsch im Refrain: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand., erarbeiten wir ausdeutende Variationen in den Melodiestimmen; diese werden dann, wie in Divisions üblich, am Cembalo improvisierend und animierend von der Bassstimme her ausgeschmückt.

Wie Hörer in den letzten Jahren uns wissen ließen, dürfen die Divisions nach dem Magnifikat aus Taizé und die Follia nicht fehlen, ebenso Choralsätze, vor allem der „Morgenstern“

Unser Wunsch für Sie sei der Refrain des irischen Liedes .

Wir laden herzlich ein zum 6. Januar 2019, 17 Uhr, in die Hauptkirche St. Katharinen,

Ihre/Eure Musica Tre Fontane