Wer bist du, süßes Licht, das mich erfüllt und meines Herzens Dunkelheit erleuchtet?
Du leitest mich gleich einer Mutter Hand,
und ließest du mich los, so wüßte keinen Schritt ich mehr zu gehen.
Du bist der Raum, der rund mein Sein umschließt und in sich birgt.
Aus dir entlassen, entsänk‘ es in den Abgrund des Nichts, aus dem du es zum Licht erhobst.
Du, näher mir als ich mir selbst und innerlicher als mein Innerstes
und doch untastbar und unfassbar und jeden Namen sprengend:
Heiliger Geist – ewige Liebe!                                             Edith Stein
 

Lass blind mich, Herr, die Wege geh’n,
die deine sind. 
Will deine Führung nicht versteh’n, 
bin ja dein Kind.
Bist Vater der Weisheit, auch Vater mir,
führest durch Nacht du auch,
führst doch zu dir.                                                       Edith Stein

Ohne Vorbehalt und ohne Sorgen leg ich meinen Tag in deine Hand. 
Sei mein Heute, sei mein gläubig Morgen, 
sei mein Gestern, das ich überwand. 
Frag mich nicht nach meinen Sehnsuchtswegen,
bin aus deinem Mosaik ein Stein. 
Wirst mich an die rechte Stelle legen. 
Deinen Händen bette ich mich ein.                                         Edith Stein